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Frakturen der unteren Extremität

Hüftgelenksnahe Brüche

Siehe Hauptartikel: Hüftgelenksnahe Brüche / Frakturen

 

Oberschenkelschaftbruch

Oberschenkelbruch, Marknagelung

Oberschenkelschaftbruch, Marknagelung

Ein Oberschenkelschaftbruch kommt vor allem bei jungen Patienten durch Hochrasanztraumen wie ein Sturz aus großer Höhe oder ein Verkehrsunfall zustande. Der Bruch sollte in jedem Fall innerhalb der ersten Stunden stabilisiert werden, wobei Plattensysteme, Nagelsysteme und externe Fixateure zur Verfügung stehen. Häufig ist bei Schwer- und Mehrfachverletzten eine schnelle und möglichst wenig invasive Stabilisierung notwendig. In diesem Fall wird der Bruch über ein externes Fixationsgestell, das über kleine Stiche mit Schrauben im Knochen verankert wird, überbrückt. Bei einfachen Brüchen ist die Versorgung mit einem Marknagel die Methode der Wahl, während komplexe Mehrfragmentbrüche mit einer Platte versorgt werden müssen.

Bruch des Schienbeinkopfes

Bruch des Schienbeinkopfes

Bruch des Schienbeinkopfes

Der Schienbeinkopf beinhaltet den Teil des Kniegelenkes der das Körpergewicht aufnimmt. Ein Bruch des Schienbeinkopfes kommt durch einen Sturz aus der Höhe auf das gestreckte Bein zustande. Nahezu immer kommt es zu einem Bruch der Gelenkfläche, oft mit einer Impression und Bildung einer Gelenkstufe. Um eine möglichst ungestörte Funktion des Kniegelenkes zu erhalten und sekundäre Knorpelschäden durch bestehende Gelenkstufen zu verhindern, sollte die Kontinuität der Gelenkfläche nach Möglichkeit wieder rekonstruiert werden. Bei einer Operation wird die Gelenkfläche so gut wie möglich rekonstruiert und mit einer Platte und Schrauben fixiert. Bei größeren Knochendefekten ist die Verwendung von Knochenersatzmaterialien zur Auffüllung derselben notwendig. Unverschobene Brüche des Schienbeinkopfes können ohne Operation mit einer Ruhigstellung und strikter Entlastung behandelt werden.

Unterschenkelbruch

Unterschenkelbruch

Unterschenkelbruch

Bei einem Schaftbruch des Unterschenkels ist oft das Schienbein, das die Hauptlast des Körpergewichtes trägt und das Wadenbein betroffen. Ein Bruch geschieht oft bei Verkehrsunfällen und durch Sportverletzungen. Oft kommt es zusätzlich zu einer Verletzung der umgebenden Wadenmuskulatur. Eine Stabilisierung des Bruches sollte innerhalb weniger Stunden erfolgen um einer zunehmenden Schädigung der Muskulatur vorzubeugen. Die Stabilisierung mit einem Marknagel ist die Methode der Wahl. Bei Trümmerbrüchen mit Gelenkbeteiligung kann mitunter auch eine Platte oder ein Fixateur externe bei offenen Brüchen verwendet werden.

Knöchelbruch

Knöchelbruch

Knöchelbruch

Bei einem Knöchelbruch können der Außenknöchel oder der Innenknöchel oder beide Knöchel gemeinsam betroffen sein. Typischerweise kommt es durch ein Umknicken im Sprunggelenk, zum Beispiel bei einem Sturz über Stiegen, zu dieser Verletzung. Da es durch Knöchelbrüche zu einer Fehlstellung im Sprunggelenk kommen kann, ist eine Wiederherstellung der anatomischen Stellung des Gelenkes notwendig. Der Außenknöchel wird mit einer Platte und Schrauben fixiert, während der Innenknöchel mit Schrauben gestellt wird. Bei einem Riss der Verbindungsbandes zwischen Schien- und Wadenbein (Syndesmosenband), muss der Abstand zwischen diesen beiden Knochen mit einer zusätzlichen Schraube wiederhergestellt werden. Unverschobene Knöchelbrüche können ohne Operation mit einer Gipsruhigstellung behandelt werden.